26. GAK-Kolloquium:Fachveranstaltung zum Thema Kleben bringt Experten aus Industrie und Wissenschaft zusammen
10. und 11. Februar 2026, Köln

Austausch zur aktuellen Forschung und Anwendung in der Klebtechnik
Das 26. GAK-Kolloquium in Köln brachte erneut Fachleute aus Industrie, Forschung und Anwendung zusammen, um aktuelle Entwicklungen im Bereich Kleben zu diskutieren. Die Veranstaltung bietet alljährlich eine Plattform für Wissenstransfer, Networking und praxisnahe Diskussionen. Im Mittelpunkt des Kolloquiums standen die Themen: Simulation, Stahl- und Glasbau, Fertigung und Fahrzeugbau, Holzbau, Nachhaltigkeit sowie Oberflächen. Neben den Ergebnissen aus Forschungsvorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in aktuelle Trends und Herausforderungen der Klebtechnik und konnten sich mit Expertinnen und Experten aus der Branche vernetzen. In seiner Begrüßung hob Jens Jerzembeck (DVS e.V.) hervor, dass die Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnik mit knapp 30 Milliarden Euro maßgeblich zur Wertschöpfung im Rahmen der Produktion in Deutschland beitrage und ein Innovationstreiber der Wirtschaft sei. Er appellierte an das Auditorium, mehr Forschungsideen in die Institute zu bringen, denn dies sei auch Zweck des GAK-Kolloquiums.
Fachbeiträge im Bereich Holzbau
In der Session Holzbau wurden die Ergebnisse zweier Forschungsprojekte vorgestellt. Über den Einsatz von Lignin-Phenol-Formaldehyd-Klebstoff zur Herstellung von Furnierschichtholz berichtete Dr. Dirk Grunwald (Prefere Resins Holding GmbH). Dr. Tobias Robert (Fraunhofer WKI) gab Einblick in die Forschungsarbeiten zur Entwicklung biobasierter Haftklebstoffe (PSA) für Klebebandanwendungen sowie zur Synthese UV-härtender Haftklebstoffe auf Itaconsäure-Basis. Andreas Weber (IHD Dresden gGmbH) stellte die Ergebnisse des abgeschlossenen IGF-Projekts „Faba4Wood“ vor, das den Einsatz natürlicher Bindemittel auf Basis von Tannin-Protein-Komplexen aus der Ackerbohne zur Herstellung von Holzwerkstoffen, insbesondere Spanplatten und MDF, umfasst.

Ausstellung und Produktpräsentationen
Flankiert wurde die Veranstaltung wieder von einer Ausstellung, in der Industriebetriebe und Forschungseinrichtungen aus dem Klebstoffbereich und verwandter Branchen ihre Produkte, Verfahren, Dienstleistungen und Forschungsergebnisse präsentierten. Auch die Klebstoffhersteller nutzten die Möglichkeit, in Kurzvorträgen ihre Produkte vorzustellen.
Ausrichtung und Zielsetzung des GAK
Das Kolloquium wird jährlich vom Gemeinschaftsausschuss Klebtechnik (GAK) veranstaltet, zu dem die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie sowie die Forschungsvereinigungen Schweißen und verwandte Verfahren des DVS, Stahlanwendung (FOSTA) sowie der iVTH gehören. Der GAK hat sich zur branchenübergreifenden Evaluierung von Ideen zu Forschungsprojekten konstituiert. Seine Industriemitglieder beraten, ebenfalls branchenübergreifend, über Forschungsanträge, insbesondere im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Zu den Aufgaben des GAK zählt weiterhin der Praxistransfer von Forschungsergebnissen aus IGF-Projekten im Klebstoffbereich. Alljährlich haben daher die Teilnehmer des „GAK-Kolloquiums“ Gelegenheit zum intensiven Austausch über die neuesten Entwicklungen und Ergebnisse aus der Klebtechnik.
Weitere Informationen zum Gemeinschaftsausschuss Klebtechnik finden Sie unter: Gemeinschaftsausschuss Klebtechnik
Außerdem sind die aktuellen und abgeschlossenen Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung in der Projektdatenbank des BMWE (www.igf-foerderung.de/gefoerderte-projekte/projektdatenbank)aufgelistet.Quelle: https://ivth.org/de/presse-GAK2026pm
