80 Jahre iVTH und 80 Jahre Fraunhofer WKI: Zwei Jubiläen, eine gemeinsame Geschichte

Gemeinsame Jubiläumsveranstaltung auf dem Campus

Braunschweig, 17. Juni 2026

Vor genau 80 Jahren, am 7. Juni 1946, wurde der iVTH – damals noch unter dem Namen „Verein für Technische Holzfragen e.V." – auf Initiative von Dr. Wilhelm Klauditz in Braunschweig gegründet. Der Anlass war drängend: Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte akuter Holzmangel, die Bestände an Starkholz waren ausgedünnt, und minderwertiges Holz musste nutzbar gemacht werden. Die Satzung des neugegründeten Vereins brachte es auf den Punkt: Es galt, das verfügbare Holz so zu nutzen, dass „bei möglichst geringerem Aufwande der größtmögliche wirtschaftliche Erfolg erreicht wird."

Rund 150 Gäste folgten der Einladung zum Festakt.
Foto: Fraunhofer WKI, © Dennis Brandt
Bei bestem Sommerwetter nutzten die Gäste die Gelegenheit zum angeregten Austausch und Netzwerken auf dem Campus.
Foto: Fraunhofer WKI, © Dennis Brandt

Was heute als Fraunhofer WKI weltweit bekannt ist, hat seine Wurzeln unmittelbar im iVTH: Der Verein fungierte in den Gründungsjahren als Trägerverein des „Instituts für Holzforschung" und ermöglichte so den Aufbau institutionalisierter Holzforschung in der Nachkriegszeit. Klauditz trieb mit großem persönlichem Engagement die Absicherung des Instituts voran – durch die Einbindung staatlicher Fördermittel, die Anbindung an die Technische Hochschule Braunschweig und die Vernetzung mit der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung (DGfH). 1972 wurde das Institut schließlich in die Fraunhofer-Gesellschaft eingegliedert und ist seitdem als Fraunhofer WKI bekannt. Der iVTH begleitet diese Entwicklung bis heute als enger Partner und Förderer. Am 17. Juni 2026 lud das Fraunhofer WKI rund 150 Gäste aus Politik, Forschung und Wirtschaft zum Festakt „80 Jahre WKI“ nach Braunschweig ein. Der iVTH war dabei selbstverständlich auch vertreten.

Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, beim Impulsvortrag über die Bedeutung klimaangepasster Wälder für eine zukunftsfähige Holzwirtschaft. Foto: © iVTH

Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten und stellvertretender Vorsitzender des iVTH, hielt den Impulsvortrag zum Thema „Holz aus heimischen Wäldern – die Bedeutung des Waldumbaus". Er beleuchtete, welche Rolle klimaangepasste Wälder und veränderte Holzsortimente für eine zukunftsfähige Holzwirtschaft spielen, und setzte damit wichtige inhaltliche Akzente für die anschließende Podiumsdiskussion. Hochrangige Rednerinnen und Redner unterstrichen die Bedeutung des Jubiläums: Professor Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, würdigte den kontinuierlichen Beitrag des Fraunhofer WKI zur biobasierten Kreislaufwirtschaft. Staatssekretär Professor Joachim Schachtner (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur) und Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum betonten die nationale wie regionale Bedeutung der Holzforschung.

Acht Jahrzehnte im Dienst der Holzforschung und des Wissenstransfers sind eine beachtliche Geschichte, auf die der iVTH sehr stolz ist. Unser Dank gilt all denen, die den Verein über die Jahrzehnte mitgeprägt und getragen haben – insbesondere unseren Mitgliedern. Getreu unserem Leitbild „Zukunft natürlich gestalten – mit Holz" schauen wir voller Zuversicht nach vorn. Das Jubiläum ist für uns Ansporn, die Förderung von Forschung und Entwicklung rund um Holz und nachwachsende Rohstoffe weiter voranzutreiben.

Zuletzt geändert am: 2026-07-06 20:56:32 CEST
Quelle: https://ivth.org/de/presse-80jahreivth/

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